Was uns leitet

 

Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Johannes 10,10)

„Ihr seid das Salz der Erde!“ (Matthäus 5,13)

Daraus leiten wir unseren Auftrag und unsere Visionen ab:

In unserer Arbeit wollen wir eine Welt gestalten, in der Gerechtigkeit und Friede ist und alle Menschen in Würde leben können. Wir träumen von einer Kirche, die lebendig und kraftvoll ist und in der junge Menschen Raum für Entfaltung und Gestaltung finden. Wir sehen es als unsere Aufgabe, für Jugendliche und ihre Interessen Partei zu ergreifen, weil wir wollen, dass ihr Leben gelingt.

Grundlage und Motivation für unser Tun ist der christliche Glaube. Wir orientieren uns am Beispiel Jesu Christi, an der Heiligen Schrift und der Gemeinschaft unserer Kirche.

 

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Wer wir sind

 

Die Katholische Jugend ist die offizielle Jugendorganisation der römisch-katholischen Kirche in Österreich und gestaltet die kirchliche Jugendarbeit. Dieser Auftrag bezieht sich auf Jugendliche ab der Firmvorbereitung bzw. ab dem 14. Lebensjahr und reicht bis zu den jungen Erwachsenen.
Die Katholische Jugend setzt sich zusammen aus den Mitgliedern ihrer Gruppen und Teams auf allen Ebenen (Pfarre bis Bundesebene), aus Ehren- und Hauptamtlichen.

Die Katholische Jugend der einzelnen Diözesen vernetzt ihre Arbeit auf Bundesebene. Die Bundesstelle koordiniert diese Arbeit, vertritt die Anliegen Jugendlicher auf nationaler und internationaler Ebene und entwickelt und unterstützt Projekte. Sie steht mit ihren Angeboten und Serviceleistungen allen offen, die in der Jugendarbeit – besonders der kirchlichen – tätig sind.

Die Katholische Jugend Österreich ist Teil der Katholischen Aktion Österreich und wird von ehrenamtlichen Vorsitzenden geleitet.

 

Was wir tun

Wir arbeiten nach dem Grundsatz „sehen – urteilen – handeln – feiern“, d.h. wir nehmen Gegebenheiten wahr, beurteilen sie auf Basis christlich-ethischer Werte, leiten daraus unser Tun ab und feiern das Leben und den Glauben.

Jugend:
Lebenswelten kennen – Jugendliche befähigen – Stimme erheben

Wir

  • nehmen Jugendliche an, wie sie sind – mit ihren Interessen, Fragen, Gefühlen, Träumen und Bedürfnissen, ihren Werten und ihrem Glauben.
  • sehen Jugendliche in ihren verschiedenen Lebensbereichen (Familie, Freundschaften, Schule, Ausbildung, Arbeit, Freizeit, usw.).
  • nehmen Jugendliche vor dem Hintergrund der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Zusammenhänge wahr.
  • unterstützen Jugendliche in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, bestärken sie im Erlernen von sozialen Kompetenzen und ermutigen sie, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.
  • helfen Jugendlichen, die eigene Berufung zu entdecken, und machen Mut zur Entscheidung.
  • leben eine Kultur des Miteinanders und fördern Dialog- und Konfliktfähigkeit bei Jugendlichen.
  • unterstützen Jugendliche, ihre Beziehungen und Partnerschaften gelingend zu gestalten.
  • vernetzen Jugendliche und stiften Gemeinschaft.
  • bieten Jugendlichen Räume für die Entwicklung und Umsetzung von Ideen und Projekten.
  • ergreifen Partei für Jugendliche und ermutigen sie, selbst ihre Stimme zu erheben.

Kirche:
Feuer fangen – Glauben leben – Ungewohntes wagen

Wir

  • lassen uns von der Botschaft des Evangeliums herausfordern und versuchen, nach ihr zu leben.
  • verkünden den christlichen Glauben, machen ihn für Jugendliche erfahrbar und feiern ihn.
  • begleiten Jugendliche und geben ihnen Orientierung auf ihrem Lebens- und Glaubensweg.
  • bieten Jugendlichen Zugänge zu Texten, Symbolen und Riten der christlichen Tradition und geben Raum für Weiterentwicklung und Experimente.
  • bestärken Jugendliche, eigene Ausdrucksformen ihrer Gottesbeziehung zu entwickeln und diese im Alltag zu leben.
  • schätzen unterschiedliche Glaubenszugänge und spirituelle Vielfalt.
  • setzen uns dafür ein, dass Jugendliche in der Kirche Platz finden und Raum haben.
  • sehen uns als Brücke zwischen Jugend- und Kirchenkulturen.
  • gestalten Kirche aktiv mit und geben Anstöße zu ihrer Erneuerung und Veränderung.
  • leben und fordern eine Kultur des partnerschaftlichen Umgangs zwischen Laien und Priestern, Frauen und Männern, Ehren- und Hauptamtlichen in der Kirche.
  • Wir fördern die Gemeinschaft unter den christlichen Kirchen, engagieren uns im interreligiösen Dialog und setzen Zeichen des gelingenden Miteinanders.

Welt:
Bewusstsein schaffen – Engagement entfalten – Berge versetzen

Wir

  • beteiligen uns aktiv an der Gestaltung der Welt.
  • setzen uns dafür ein, dass Jugendliche in der Gesellschaft Platz finden und Raum haben.
  • sensibilisieren Jugendliche für globale Zusammenhänge und gesellschaftliche Vorgänge und ermutigen sie zu verantwortungsvollem sozialen und politischen Engagement.
  • bieten Jugendlichen Möglichkeiten, demokratisches Handeln einzuüben, und fördern Zivilcourage.
  • setzen uns ein für benachteiligte Jugendliche und für gerechte Lebenschancen weltweit und fordern den Zugang zu Bildung und Sinn stiftender Arbeit für alle.
  • leben und fördern die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
  • stehen im Dialog mit Menschen und Organisationen anderer Weltanschauungen und kultureller Traditionen und tragen zu einem friedlichen und solidarischen Miteinander bei.
  • nehmen unsere Verantwortung für die Schöpfung wahr und fördern einen nachhaltigen Lebensstil.
  • positionieren uns in gesellschaftlichen und politischen Fragen und bringen uns selbstbewusst in die öffentliche Diskussion ein.

 

Wie wir handeln

 

spirituell und politisch
Die Beziehung zu Gott führt uns zu politischem Handeln und dieses Engagement lässt uns die Hoffnungen, Sehnsüchte, Ängste und Sorgen junger Menschen vor Gott bringen.

lebensweltorientiert und geschlechtersensibel
Die Lebenswelten von Jugendlichen, ihr Alter und ihr Geschlecht sind wesentliche Bezugspunkte unseres Planens und Handelns.

partnerschaftlich und vernetzt
Wertschätzung und Respekt kennzeichnen unseren Umgang miteinander und mit nationalen und internationalen Partnerinnen und Partnern aus den Bereichen Jugend, Gesellschaft und Kirche.

partizipativ und demokratisch
Jugendliche und junge Erwachsene sind in allen unseren Arbeitsbereichen aktiv, übernehmen Verantwortung und entscheiden demokratisch.

bildend und nachhaltig
Unsere Veranstaltungen, Projekte und Gruppen sind nachhaltig hinsichtlich der Bildung Jugendlicher, der Entwicklung unserer Organisation sowie der Bewahrung der Schöpfung.

solidarisch und integrativ
Das Engagement für die Lebenschancen Jugendlicher sowie Integration und Teilhabe von Benachteiligten sind handlungsleitend für unsere Arbeit.

subsidiär und serviceorientiert
In unserer Organisation achten wir die verschiedenen Ebenen mit deren jeweiligen Kompetenzen und bieten Unterstützung und Service an.

Faire KJ

Die Faire KJ ist ein Projekt der gesamten Katholischen Jugend Österreich mit dem Ziel, Kriterien der Nachhaltigkeit und Fairness in unserer Organisation umzusetzen.
Wir wollen damit unsere Schöpfungsverantwortung ernst nehmen und uns für soziale und ökologische Gerechtigkeit einsetzen.
Mit den Kriterien und deren Umsetzung in all unseren Tätigkeitsbereichen fördern wir einen achtsamen Umgang mit der Umwelt, unseren Ressourcen und Mitmenschen.

Regional.  Die Stärkung der lokalen Ökonomie, durch einen Einkauf am Bauernmarkt, Auftragsvergabe an lokale Klein- und Mittelbetriebe oder Engagement in Kooperativen, ist wichtig für die nachhaltige Entwicklung von Regionen und die Balance zwischen Stadt und Land.

Qualität vor Quantität. Bewusste Entscheidungen über Zielgruppen, Veranstaltungsdesign, Druckzahlen usw. ermöglichen oft, dass bio-fair-regional-saisonale Produkte leistbar werden. Bei Produkten, die nicht in bio-fair-regional-saisonaler Qualität verfügbar sind, gilt umso mehr: achtsame Planung und angemessener Konsum.

 

 

 

 

Download Plakat Faire KJ

Fair. So wie wir auch faire Produktions- und Arbeitsbedingungen in unseren Regionen unterstützen wollen , sollte bei Produkten, die aus klimatischen Gründen nicht bei uns hergestellt werden können , auf soziale Gerechtigkeit für die ProduzentInnen geachtet werden. Faire Produktions- und Arbeitsbedingungen ermöglichen darüber hinaus Personen in den Arbeitsprozess einzubeziehen, die unter sozialer Ausgrenzung leiden und besondere Bedürfnisse haben.

Saisonal. Ein vorwiegend saisonales Speise- und Getränkeangebot beansprucht weniger versteckte Energie von beheizten Glashäusern, Kühlhäusern und Gefrierschränken und ist deswegen für das Klima und die lokale Wirtschaft günstiger.

Tauschen statt Kaufen. Auch mit geringem Budget kann unser Arbeiten  fair gestaltet werden. Der direkte Austausch von Dienstleistungen, Produkten und Talenten  ermöglicht es die Abhängigkeit von Geld zu reduzieren und trotzdem gut zu leben und gut zu arbeiten. Tauschbeziehungen fördern soziale Beziehungen, stärken Gemeinschaften und regen zum Nachdenken an, wie viele Ressourcen wir haben und einbringen können.

Biologisch/Ökologisch. Biologische Landwirtschaft produziert hochwertige und gesunde Lebensmittel und andere Grundstoffe  und erbringt wichtige ökologische und landschaftspflegerische Leistungen. Sie verbraucht um ein Drittel weniger Energie aus Erdöl, Erdgas und Kohle als die konventionelle Landwirtschaft und verursacht nur halb so viel Kohlendioxid. Ökologisch geführte Betriebe achten darauf, CO2-neutral zu produzieren und zu arbeiten. Im Bereich von Personen- und Gütertransport leistet die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und die Reduzierung von Autofahrten einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität.