Stand 16. Juni 2020

Das Schreiben des bischöflichen Ordinariats Informationsschreiben der Diözese vom 3.6.2020 erlaubt die Durchführung von Veranstaltungen im Sommer wie Pfarrfesten, Ministranten-, Jungschar- oder Jugendlager bzw. -fahrten im Rahmen der jeweils geltenden Verordnung des Gesundheitsministeriums. Aber was bedeutet das jetzt konkret?
Der Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit des Bundesministeriums für Arbeit, Familie und Jugend ist ein Leitfaden den wir unbedingt empfehlen zu lesen, allerdings gibt er auf gewisse Fragen nur bedingt Antwort. Wir haben daher versucht die wichtigsten Informationen betreffend Sommerveranstaltungen aus den Verordnungstexten herauszuarbeiten. Alle wichtigen Informationen betreffend Sommerlager hat die Jungschar gut zusammengefasst, wir schließen uns diesen Empfehlungen an.

FAQs: (Sommer)Veranstaltungen

Was ist eine Veranstaltung?
Als Veranstaltung gelten geplante Zusammenkünfte und Unternehmungen zur Unterhaltung, Belustigung, körperlichen und geistigen Ertüchtigung und Erbauung. Dazu zählen jedenfalls kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeiten, Filmvorführungen, Ausstellungen, Vernissagen, Kongresse, Schulungen, Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit, Schulungen und Aus- und Fortbildungen. (COVID-19-LV §10 Abs. 1)

Was sind die Personenhöchstgrenzen bei Veranstaltungen?
Seit 29. 5. 2020 sind Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen erlaubt. Ab 1. 7. 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichnete Plätzen auch mit höheren TeilnehmerInnenzahlen möglich. Hier gilt:

  • Ab 1. Juli 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 250 Personen in geschlossenen Räumen zulässig.
  • Ab 1. Juli 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 500 Personen im Freiluftbereich zulässig.
  • Mit 1. August 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 500 Personen zulässig.
  • Mit 1. August 2020 sind Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 750 Personen im Freiluftbereich zulässig.
  • Liegt eine Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde vor, so sind ab 1.8.2020 auch Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen in geschlossenen Räumen mit bis zu 1000 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 1250 Personen erlaubt. Die Entscheidungsfrist für die Bewilligung beträgt 4 Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen.

Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind, sind in diese Höchstzahlen nicht einzurechnen. (COVID-19-LV §10 Abs. 2-4)

Mindestabstand und Mund-Nasenschutz?
Bei Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen ist ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben oder nicht einer gemeinsamen Besuchergruppe angehören, einzuhalten (COVID-19-LV §10 Abs. 6).

Beim Betreten/Verlassen von Veranstaltungsorten in geschlossenen Räumen ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende Schutzvorrichtung zu tragen. Dies gilt nicht, während sich die Besucher auf den ihnen zugewiesenen Sitzplätzen aufhalten, außer der Mindestabstand von einem Meter kann nicht eingehalten bzw. durch andere Schutzvorrichtungen hergestellt werden. (COVID-19-LV §10 Abs. 7)

Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Weiters ist in geschlossenen Räumen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende Schutzvorrichtung zu tragen. (COVID-19-LV §10 Abs. 8)

Brauche ich einen COVID-19 Beauftragten?
Bei Veranstaltungen mit über 100 Personen ist ein COVID-19-Beauftragter zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter und basierend auf einer Risikoanalyse Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu beinhalten. Hiezu zählen insbesondere:

  • Regelungen zur Steuerung der Besucherströme,
  • spezifische Hygienevorgaben
  • Regelung zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend der Nutzung sanitärer Analgen
  • Regelungen betreffend der Ausgabe von Speisen und Getränken

(COVID-19-LV §10,5)

Darf ich Getränke und Speisen ausgeben?
Ja, hier tritt der § 6 der COVID-19-Lockerungsverordnung in Kraft die das Gastgewerbe regelt. Allgemein bedeutet dies:

  • das nur zwischen 6:00 und 01:00 ausgeschenkt werden darf,
  • Konsumation von Speisen darf nicht in unmittelbarer Nähe der Ausgabesteller erfolgen
  • Zwischen den Besuchergruppen hat ein Abstand von mind. 1 Meter zu bestehen oder eine andere Art von Schutzvorrichtung
  • die MitarbeiterInnen haben bei Kundenkontakt einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen
  • am Verabreichungsplatz dürfen sich keine Gegenstände befinden die zum gemeinsamen Gebrauch bestimmt sind z.B. Salzstreuer, Zuckerdosen,…
  • Selbstbedienung ist nur zulässig wenn die Speisen/Getränke durch eine/n Mitarbeiter/in ausgegeben werden oder zur Entnahme vorportioniert und abgedeckt sind

Aufhebung des Mindestabstandes und des MNS bei Feriencamps und außerschulischer Jugendarbeit
Mit 13. Juni trat mit der 266. Verordnung des Sozialministeriums eine Lockerung für Feriencamps und außerschulischer Jugendarbeit in Kraft. Diese besagt, dass der Mindestabstand und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes entfallen kann, wenn ein COVID-19 Präventionskonzept erstellt und umgesetzt wird. Dieses hat zu enthalten:

  • Schulung der Betreuer/innen
  • spezifische Hygienemaßnahmen
  • organisatorische Maßnahmen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion

Im Leitfaden für Feriencamps und außerschulische Jugendarbeit ist dies ganz gut beschrieben. Die Katholische Jungscharhat dafür eine Vorlage erstellt die gerne verwendet werden kann.

KJ-Veranstaltungen

Der Order der Bundesregierung folgend wurden unsere Veranstaltungen bis Ende Juni abgesagt oder verschoben:

  • Diözesanjugendmesse, 7. Juni – wird im Herbst nachgeholt
  • KJ Olympics, 27. Juni werden gerade neu konzipiert um sie online durchzuführen
  • Studienreise nach Auschwitz, 3-5. Juli soll 2021 stattfinden
  • 2. Basismodul sowie Aufbaumodul OT vom Skillset-Lehrgang werden im Herbst stattfinden